Gerl will Augenklinik bis Ende 2011 ausbauen

Um die Augenklinik von Dr. Ralf Gerl am Schlossgraben war es nach dem Neubau des Augen-Zentrums am Krankenhaus 2009 ruhig geworden. Jetzt setzt Gerl auf Expansion. Ab Herbst soll die Klinik am Schlossgraben erweitert werden.

Ahaus. Am Ende wird es in Ahaus zwei konkurrierende Augenkliniken geben. Heute schon erreicht die Stadt bundesweit die höchste Augenarztdichte. Das Erweiterungsvorhaben, das Gerl jetzt vorgestellt hat, setzt in unmittelbarer Nachbarschaft zum Schloss einen neuen architektonischen Akzent.

Der kubische Baukörper mit bläulich schimmernden Glas und Travertin-Sockel erstreckt sich in Z-Form vom Schlossgraben in den Gartenbereich der dort liegenden Häuser in Richtung Rathaus. Eine Tiefgarage, die von der Mittelgasse aus erschlossen wird, bietet Platz für 26 PKW. Eine Bauvoranfrage sei von der Stadt Ahaus bereits positiv beantwortet worden, so Dr. Ralf Gerl. Baubeginn soll im Oktober 2010 sein, die Fertigstellung Ende 2011.

Zwei konkurrierende Kliniken

Die neuen Behandlungs- und Untersuchungsräume seien notwendig, da die Klinikkonzeption eigentlich auf eine Zusammenarbeit mit der Gemeinschaftspraxis am Domhof ausgerichtet war. Diese hat jedoch 2009 ihr eigenen Klinik-Standort am Krankenhaus errichtet. Können denn zwei konkurrierende Augenkliniken in Ahaus bestehen? Dr. Ralf Gerl ist davon überzeugt: "Beide Kliniken haben einen Einzugsbereich weit über Ahaus hinaus und genießen in der Fachwelt wie bei Patienten einen hervorragenden Ruf." Schließlich seien hier Maßstäbe für ambulante Augenoperationen gesetzt worden.

In der künftigen überörtlichen Gemeinschaftspraxis am Schlossgraben werden sechs Äugenärzte mitwirken, darunter Dr. Rolf Meyer Schwickerath und Prof. Dr. Anselm Jünemann (bislang Uniklinik Erlangen) sowie dr. Matthias und Dr. Verena Gerl, Sohn und Tochter von Ralf Gerl. Die Zahl der Mitarbeiter an allen Standorten liegt bei 100, in Ahaus sind es rund 45, Tendenz steigend. Die überörtliche Gemeinschaftspraxis gehört zudem dem Euregio Verbund der Augenkliniken und -praxen an 14 Standorten an, die insgesamt 132.000 Patienten - zunehmend auch aus den Niederlanden.

2008 trennten sich die Wege

1974 ließ sich Dr. Ralf Gerl mit einer Einzelpraxis und der Belegabteilung im St. Marien-Krankenhaus in Ahaus nieder. Die Praxis entwickelte sich zu einer Gemeinschaftspraxis weiter. 1992 gründete Gerl die Augenklink am Schlossgraben, die sich zur größten in NRW und zur drittgrößten bundesweit entwickelte. Die Klinik war Vorreiter für ambulante Operationen vor allem des Grauen Stars sowie für Behandlungen von Fehlsichtigkeiten mit Lasertechnik. 2007 wurde dort die 100 000. Patientin operiert. 2008 trennten sich – nicht einvernehmlich – die Wege von Dr. Gerl und der Gemeinschaftspraxis am Domhof, die 2009 das Augen-Zentrum am Krankenhaus errichtete.

Aufgrund vertraglicher Vereinbarungen im Zusammenhang mit dem Verkauf der Gemeinschaftspraxis darf Dr. Gerl in Ahaus zurzeit ausschließlich Privatpatienten und niederländische Kassenpatienten behandeln. Diese Beschränkung läuft im Oktober aus. Dann wird in der Augenklinik am Schlossgraben eine überörtliche Gemeinschaftspraxis betrieben. 2009 gründete Gerl in Raesfeld und Rheine neue Klinik- und überörtliche Gemeinschaftspraxisstandorte, an denen im Jahr 28 000 Patienten und 4000 OP’s gezählt werden.

Von Stefan Grothues, Münsterlandzeitung, 16.07.2010

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