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Frühgeborenen Retinopathie

Datum

08. Jul 2022

Retinopathia praematurorum

Die Frühgeborenen-Retinopathie ist ein Netzhauterkrankung, welche ein frühgeborenes Kind in seiner Behandlung der Folgen seiner Frühgeburt betreffen kann. Hierbei ist das Risiko umso größer, je niedriger das Geburtsgewicht und je länger eine Sauerstoffgabe zur Atmungsnertstützung erforderlich war.
In der embryonalen Entwicklung müssen die Netzhautgefäße erst in den Randbereich der Netzhaut hineinwachsen. Hierbei führt eine gewisse Sauerstoffarmut zu einer kontrollierten Produktion an Gefäßwachstumsfaktoren (VEGF) und damit zu einer kontrollierten Wachstumsreaktion.

Gesunde Netzhaut

Gesunde Netzhaut

Im Normalfall ist dieses Wachstum erst 1 Monat nach normaler Geburt in denen an der Schläfenseite liegenden Netzhautbereichen abgeschlossen. Bei Frühgeborenen ist die Lunge noch nicht komplett ausgereift, und daher ist häufig eine Gabe von reinem Sauerstoff zur Atemluft erforderlich. Diese Sauerstoffgabe führt aber zu einer höheren Sauerstoffkonzentration in den Geweben – auch den Netzhautbereichen, welche die Gefäße bislang noch nicht erreicht haben. Die VEGF-Produktion wird heruntergefahren und das Gefäßwachstum stoppt zunächst.

Retinopathia praematurorum

Retinopathia praematurorum - Frühgeborenen Retinopathie

Nach Beendigung der Sauerstofftherapie kann das Gefäßwachstum aber so unkontrolliert ablaufen, dass die Gefäße sich nicht weiter entlang der Netzhaut ausbreiten, sondern in den Glaskörperraum hineinwachsen. Im schlimmsten Falle kann dies zu einer Netzhautablösung führen. Frühgeborene werden daher mit erweiterter Pupille kontrolliert, bis die normale Entwicklung der Netzhautgefäße abgeschlossen ist. Sollte es zu einer Retinopathia praematurorum kommen, so können sich die Anfangsstadien noch von alleine wieder zurückbilden, ist aber ein gewisses Ausmaß der Veränderung überschritten, ist eine Therapie erforderlich, um eine Netzhautablösung zu verhindern.

Vitrektomie

Pars-plana-Vitrektomie

Neben der konventionellen Lasertherapie, welche durch die Verödung der bislang nicht mit Gefäßen erreichten Netzhautareale eine Reduktion der VEGF-Produktion erzielt, kann auch die Gabe von Medikamenten, die als VEGF-Inhibitoren fungieren und damit das unkontrollierte Wachstum einbremsen, zum Einsatz kommen. Ist es bereits zu einer Netzhautablösung gekommen, werden netzhautchirurgische Verfahren (Pars-plana-Vitrektomie) wie auch sonst bei einer Netzhautablösung eingesetzt.

Eine Frühgeburt an sich geht auch, unabhängig von dem Vorliegen einer Retinopathie praematurorum, mit einem erhöhten Risiko für andere Augenveränderungen, insbesondere höhere Fehlsichtigkeiten, Schielen und Schwachsichtigkeit einher. Daher müssen frühgeborene Kinder häufiger zu augenärztlichen Kontrollen.

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