Gegen den Grauen Star. Dr. Ralf Gerl operierte vor Ort in Äthiopien

Derzeit gibt es rund 37 Millionen blinde Menschen weltweit. 90 Prozent von ihnen leben in Entwicklungsländern. In einer besonders strukturschwachen Region Äthiopiens haben die Augenärzte des OcuNet Zentrums „Ahaus-Essen-Raesfeld“ deshalb zusammen mit ihren Kollegen der OcuNet Gruppe eine Augenklinik errichtet.

 

Außenbereich der klinik Chiro
Außenbereich der klinik Chiro
Dr. Kefale und Dr. Gerl
Dr. Kefale und Dr. Gerl
Patientin Serina vor OP
Patientin Serina vor OP

Dr. Ralf Gerl, Leiter des Ocunet Zentrums, war selbst im April mit seinem Team vor Ort im Einsatz. Unterstützt wird das Projekt von der Christoffel-Blindenmission (CBM). Rund zwei Jahre nach der Eröffnung ziehen alle Beteiligten positive Bilanz.

Vierter OP-Einsatz

Hunderte Patienten wurden inzwischen in der OcuNet Augenklinik Chiro am Grauen Star operiert und nachbehandelt. „Viele kommen aus entlegenen Regionen und haben tagelange Fußmärsche hinter sich“, sagt OcuNet-Augenarzt Dr. Ralf Gerl. Er leitete den vierten OP-Einsatz der OcuNet Gruppe in Äthiopien. „Die Patienten sind nach der Operation nun wieder in der Lage, ihre Familien zu versorgen“ freut sich Dr. Gerl.

Zur jetzigen Woche des Sehens möchte das OcuNet Zentrum „Ahaus-Essen-Raesfeld“ auf die Bedeutung von gutem Sehvermögen, die Ursachen vermeidbarer Erblindung sowie auf die Situation sehbehinderter und blinder Menschen in Deutschland und vor allem in den so genannten Entwicklungsländern aufmerksam machen. „Augenkrankheiten, die mit einfachen Mitteln heilbar sind und in westlichen Industrieländern selten ein Problem darstellen, verursachen in Armutsgebieten unvorstellbares Leid“, so die Augenärzte.

Sehr viele Menschen in Äthiopien sind an Katarakt (Grauer Star) erblindet, weil es keine flächendeckenden medizinischen Infrastrukturen gibt und weil sie sich die Operation in den staatlichen Augenkliniken des Landes nicht leisten können. „Diese Menschen sollen mit Hilfe der Chiro Augenklinik wieder Perspektiven bekommen und ihre Lebenssituation aus eigener Kraft verbessern können“, sagt Dr. Gerl. In der Region ist die Augenklinik für rund drei Millionen Menschen die einzig erreichbare Augenklinik. Regelmäßig sind dort Operationsteams aus den OcuNet Zentren zu Gast.

Hilfe zur Selbsthilfe

„Doch verstehen wir uns nicht als reine OP-Teams, die von Zeit zu Zeit anreisen, um möglichst viele Katarakte zu operieren“, betont Gerl. „Unser Ziel war es von vorneherein, Hilfe zur Selbsthilfe zu bieten. Daher freuen wir uns, dass wir mit Dr. Kefale einen der ganz wenigen einheimischen Augenärzte gewinnen konnten, der zwischenzeitlich die Leitung der Klinik übernommen hat.“ Mit mehreren weiteren äthiopischen Mitarbeitern hält er die augenmedizinische Versorgung der Menschen in der Region auch zwischen den OP-Einsätzen der OcuNet Ärzte aufrecht.

Die CBM steht der OcuNet Gruppe mit viel Erfahrung zur Seite. Von 1908 bis heute hat sie tausende Hilfsprojekte für blinde und anders behinderte Menschen in Entwicklungsländern initiiert und unterstützt. In diesem Herbst feiert die CBM 10 000 000. Graue-Star-Operation, die seit 1966 in den Partnerprojekten vorgenommen wurden. Das sind zehn Millionen Augen, die meist nach Jahren völliger Blindheit wieder sehen können. „Wir freuen uns, dass die OcuNet Augenklinik in Chiro ihren Teil dazu beigetragen hat“, so Dr. Ralf Gerl.

zurück
nach oben

Um unsere Webseite für Sie optimal zu gestalten und fortlaufend verbessern zu können, verwenden wir Cookies. Durch die weitere Nutzung der Webseite stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu. Mehr erfahren Sie unter Datenschutz.

Informationen zum Corona-Virus

Sehr geehrter Patient, sehr geehrte Patientin,
unsere Aufgabe als Gesundheitsdienstleister ist es, die Versorgung unserer Patienten sicherzustellen und dafür Sorge zu tragen, dass wir weiterhin umfänglich für Sie da sein können. Zur Verhinderung einer Virusausbreitung setzen wir spezielle Maßnahmen um, die mögliche Infektionsketten unterbrechen. Wir nehmen diese Aufgabe sehr ernst und beachten hierzu alle Handlungsempfehlungen des Robert-Koch-Instituts im Sinne einer erweiterten Hygiene zum Schutz vor dem Virus.

mehr lesen