Spende gegen Blindheit

Augenklinik freut sich über Mikroskop-Spende von Marianne Tschich für Uganda. Das Benefizkonzert für Uganda im Fürstensaal hat besondere Wirkung gezeigt: Marianne Tschich hat jetzt als private Großspenderin den Kauf eines teuren medizinischen Mikroskops für eine Augenklinik in Kasana ermöglicht.

Mikroskop-Spende von Marianne Tschich
Foto von links: Dr. Ralf Gerl, Spenderin Marianne Tschich und Hanfred Spirgatis freuen sich über das medizinische Mikroskop, dass die augenmedizinische Versorgung in Uganda verbessern wird.

Seit drei Jahren wohnt die heute 86-Jährige in Ahaus, doch erst im vergangenen März hörte sie vom Engagement der Augenklinik Ahaus für die medizinische, augenärztliche Versorgung in Kasana im fernen Uganda. "Ich war beim letzten Benefizkonzert dabei. Nicht nur vom Konzert war ich begeistert, sondern auch vom Vortrag von Dr. Ralf Gerl über die Augenklinik in Kasana. Es ist erstaunlich, wie man mit einfachen Mitteln helfen kann. Da habe ich mir gedacht, da muss ich auch helfen, um die Arbeit für die Menschen dort zu erleichtern", sagt Tschich und blickt beinahe liebevoll auf das Mikroskop, dessen Ankauf sie ermöglichte. Hanfred Spirgatis, Vorsitzender des unterstützenden Vereins "Bazungu", wird am Betriebssitz in Rosendahl-Holtwick darüber wachen, dass das sensible Gerät sicher verpackt wird und mit anderen medizinischen Geräten in einem Container bald auf die Reise gehen kann. "Kasana im Bezirk Luvero ist ein Ort mit rund 30 000 Einwohnern. Das Gerät ist ein hochwertiges Mikroskop der Firma Zeiss. Wir haben es aus einer Klinik erhalten, die geschlossen wurde", erläutert Spirgatis. Seit rund 20 Jahren begleitet Spirgatis die Aktivitäten der Ahauser Augenklinik in Uganda.

Schnellere Operationen

"Er hat sehr viele Kontakte zum Ministerium. Das hat uns die Arbeit sehr erleichtert", lobt Gerl die bewährte Zusammenarbeit mit Spirgatis. "Das neue Gerät hat eine große Tiefenschärfe. Wir werden es für die Operationen des grauen und des grünen Stars nutzen. Mit dem bisherigen Gerät waren die Feinheiten nicht so sichtbar. Operationen werden damit schneller gehen", sagt Gerl. Doch bis zum November wird es noch dauern, denn solange werden die Abwicklung der Formalitäten und der Transport bis zur Ankunft dauern. Matthias Müller, Ingenieur für Medizintechnik der Augenklinik Ahaus, wird den Aufbau vor Ort leiten. "Das ist wunderbar, wenn wir den Bereich der verhütbaren Blindheit mit dem Gerät besser abdecken können", begeistert sich Spirgatis. Still und bescheiden freut sich Tschich an der Begeisterung der drei Herren. "Das ist doch toll, wenn Mütter ihre Kinder das erste Mal sehen können und umgekehrt. Ich habe das Gerät geschenkt aus Hochachtung vor der Leistung von Dr. Gerl und seinem Team", so Tschich. "Wenn ich nicht so alt wäre, würde ich mitfliegen. Ich bin sehr glücklich, dass ich den Menschen in Uganda helfen konnte," ergänzt die Spenderin sichtbar bewegt.

Elvira Meisel-Kemper (Münsterland-Zeitung)

zurück
nach oben

Um unsere Webseite für Sie optimal zu gestalten und fortlaufend verbessern zu können, verwenden wir Cookies. Durch die weitere Nutzung der Webseite stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu. Mehr erfahren Sie unter Datenschutz.

Informationen zum Corona-Virus

Sehr geehrter Patient, sehr geehrte Patientin,
unsere Aufgabe als Gesundheitsdienstleister ist es, die Versorgung unserer Patienten sicherzustellen und dafür Sorge zu tragen, dass wir weiterhin umfänglich für Sie da sein können. Zur Verhinderung einer Virusausbreitung setzen wir spezielle Maßnahmen um, die mögliche Infektionsketten unterbrechen. Wir nehmen diese Aufgabe sehr ernst und beachten hierzu alle Handlungsempfehlungen des Robert-Koch-Instituts im Sinne einer erweiterten Hygiene zum Schutz vor dem Virus.

mehr lesen