Hochkarätig besetztes Symposium der Augenklinik Ahaus

Ahaus. "Die Fachkollegen sind aus dem gesamten Münsterland, Emsland, Ruhrgebiet und den Niederlanden angereist", erklärte Dr. Ralf Gerl, der zum Symposium eingeladen hatte. "Unsere Gäste waren sofort vom wunderbaren Ambiente des Ahauser Barockschlosses beeindruckt. Ein guter Start für eine gelungene Veranstaltung."

Den wissenschaftlichen Vortragsteil eröffnete Prof. Oliver Findl aus Wien. Findl gehört weltweit zu den meistzitierten Autoren auf dem Gebiet der Kataraktchirurgie. Neben seiner Lehrtätigkeit in Wien und London, liegt ihm besonders die Qualität der Patientenaufklärung am Herzen. Dies war auch Inhalt seines Vortrages. Gemeinsam mit Studenten und weiteren Partnern arbeitet er an der Entwicklung eines multimedial gestützten Formular-Systems. "Erste Studien belegen schon jetzt, dass die Aufklärungsqualität damit wesentlich verbessert werden kann", erläuterte Findl.

Mit Referaten über neueste OP-Techniken auf dem Gebiet der Glaukom- und Kataraktchirurgie bereicherten die international renommierten Professoren Dr. Robert Stegmann von der Medical University Pretoria (Südafrika) und Dr. Zoltan Nagi von der Semmelweis Universität Budapest (Ungarn) das Programm.

Prof. Peter Rieck von der Charité Berlin stellte schnellere und sicherere Verfahren bei Hornhauttransplantation vor. Mit einer speziellen "Scheibchentechnik" (lamelläre PKP) können einzelne Hornhautteile ersetzt und somit perforierende Transplantationen vermieden werden.

Prof. Anselm Jünemann von der Universitätsaugenklinik Erlangen-Nürnberg informierte seine Zuhörer über ein neues Medikamentenimplantat bei Venenverschluss der Netzhaut. Das Implantat verbleibt über längere Zeit im Auge und löst sich unter gleichmäßiger Medikamentenabgabe ohne Rückstände auf.

Einen Vorgeschmack auf die Eröffnungszeremonie des Weltkongresses der Augenheilkunde in Berlin (WOC) erhielten die Besucher bei der multimedialen Präsentation von Dr. Karl Brasse (Vreden). Unter dem Motto "Augen im Spotlight" gab es spektakuläre Videoaufnahmen des Auges zu sehen.

Dr. Rolf Meyer-Schwickerath, der in der Augenklinik Ahaus und in Rhede praktiziert, hielt ein Übersichtsreferat über die Photokoagulation, die sein Vater Prof. Gerd Meyer-Schwickerath 1949 entwickelt hatte. Dafür erhielt er neben zahlreichen Auszeichnungen im In- und Ausland 1989 den Staatspreis des Landes Nordrhein-Westfalen.

Bei der Vorstellung moderner Netzwerktechniken zeigte Matthias Gerl zeitsparende neue Kommunikationswege auf. Weit voneinander entfernt praktizierende Augenärzte, können damit über Befundbilder zeitnah diskutieren und Diagnosen abklären.

Mit einem eindrucksvollen Dokumentarfilm über den ehrenamtlichen Einsatz von Dr. Ralf Gerl in Äthiopien endete die Fortbildungsveranstaltung.

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