53 Patienten beim Infoabend AMD in der Augenklinik Ahaus

Viele Patienten von AMD betroffen, deshalb weiterer Infoabend-Termin am 8. März

Ahaus. „Wir nehmen für den Alltag sehr hilfreiche Informationen mit nach Hause“, so das Fazit der Patienten nach dem Informationsabend zur AMD (Altersbedingte Makuladegeneration). Wegen des großen Interesses mussten weitere Interessierte auf den nächsten Termin am 8. März verwiesen werden.

Mit 53 Besuchern war der Ruheraum in der Augenklinik Ahaus bis auf den letzten Platz belegt. Die Referenten Privatdozent Dr. Christian Ahlers und Dr. Karl Brasse informierten die Anwesenden in einer zweistündigen Informationsveranstaltung ausführlich zum Thema Altersbedingte Makuladegeneration (AMD). Die AMD ist eine häufige Erkrankung des Auges im Alter und kann in ihrer sogenannten feuchten Form in kurzer Zeit bis zur Erblindung führen.

Auf Rückfrage durch Ahlers zeigte sich, dass fast alle Anwesenden selbst oder ihre Angehörigen von der Krankheit betroffen waren. Die meisten litten dabei an der trockenen Makuladegeneration, die oft im Frühstadium noch nicht zu einer starken Seheinschränkung führt.

Eine Patientin berichtete im Laufe des Abends von ihrer „feuchten Makuladegeneration“ und dass sie nicht mehr auf eine Verbesserung der Sehleistung hoffen könne. Ein Diagnose, die Betroffene vor außergewöhnliche psychische Herausforderungen stellt. Besonders, wenn innerhalb von neun Monaten vom guten Sehvermögen nur noch ein Schatten bleibt. „Auch gerade deswegen ist die trockene AMD ein erstes Alarmzeichen, dass sehr ernst genommen werden muss“, erläuterte Dr. Ahlers. Wie viel der Patient dabei selbst in der Hand hat, ohne dass es Kosten verursacht, darauf wiesen Dr. Brasse und Dr. Ahlers in ihrem Vortrag mehrmals deutlich hin. Neben einer gesunden Lebensweise und einer ausgewogenen Ernährung, die viele Vitamine und Antioxidantien beinhaltet, sollte unbedingt auf das Rauchen verzichtet werden. Risikopatienten sollten sich etwa einmal pro Woche mit einem sogenannten Amsler Test selbst untersuchen. Mit einem karierten Blatt überprüft der Patient dabei jeweils mit einem Auge, ob er die auf dem Amsler Netz vorhanden Linien als gerade Linien sieht, oder ob diese plötzlich Krümmungen aufzeigen.

Sobald ein Verdacht besteht, sollte sich der Patient umgehend beim Augenarzt vorstellen. Hier müssen alle zuständigen Stellen Hand in Hand arbeiten, da die Erfahrung gezeigt hat, dass eine regelmäßige, über einen bestimmten Zeitraum gegebene Injektion eines Spezialmedikamentes das Augenlicht oft retten kann.

Die gute Nachricht dabei: Diese Kosten werden von den Krankenkassen übernommen. Was die Krankenkassen leider noch nicht übernehmen, sind Untersuchungen mit einem speziell für diesen Einsatz entwickelten optischen Lasertomographen. Dieser ermöglicht es dem Arzt bis in die tiefsten Schichten der Netzhaut krankhafte Veränderungen zu erkennen und so eine exakte Diagnose frühzeitig stellen zu können, bevor eine starke Schädigung der Netzhaut eingetreten ist. Ebenso können die Spezialaufnahmen den weiteren Krankheitsverlauf genau dokumentieren. Darauf kann die Therapie dann individuell abgestimmt werden. Ahlers selbst hat mit seinen zahlreichen Forschungsarbeiten an der Universitätsaugenklinik Wien in den letzten Jahren an der Entwicklung der Technologie und der Optimierung der Behandlung der AMD mitgearbeitet. Er legt großen Wert auf Wissenstransfer und Dialog mit den betroffenen Patienten.

Denn nur ein optimiertes Zusammenspiel im Team ermöglicht die Früherkennung und erhöht die Chancen für eine dauerhaft erfolgreiche Therapie.

Unabhängige Beratungen und wertvolle Hilfe erhalten Patienten auch bei verschiedenen Selbsthilfeorganisationen wie zum Beispiel „Pro Retina“.

Kontakt Pressestelle:
Ruth Würz
Telefon: 02561-93 01 232
wuerz(at)augenklinik.de
Telefon: 02561-95 55 5

 

 

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