Entwicklungszusammenarbeit in Uganda

Auf Einladung des ugandischen Gesundheitsministeriums haben Hanfred Spirgatis für die UHECA und Dr. Ralf Gerl für die Augenklinik Ahaus kürzlich in der Hauptstadt Kampala Gespräche über die Möglichkeit einer verbesserten medizinischen Versorgung augenkranker Patienten geführt.

Augenklinik-Team in Uganda
Team freut sich auf den Einsatz im Herbst

Von insgesamt 32 einheimischen Augenärzten sind 25 beruflich aktiv. Diese betreuen die, über das ganze Land ziemlich gleichmäßig verteilten, 13 staatlichen Augenkliniken mit deren Außenstellen. Ziel der ugandischen Regierung ist es, fehlsichtige Bürger mit entsprechenden Brillen zu versorgen, und die einheimischen Augenärzte in modernen Operationstechniken schulen zu lassen. Herr Spirgatis sagte als Präsident der UHECA der ugandischen Regierung zu, in den nächsten Jahren alle 13 Augenkliniken mit Brillenglasschleifereien auszustatten. Zusätzlich wird Spirgatis dafür sorgen, dass Optiker bzw. Refraktionisten im Land praktisch geschult werden, so dass eine Selbstversorgung der Bevölkerung auf Dauer sicher gestellt wird. Hierbei wird UHECA mit allen Hilfsorganisationen zusammenarbeiten.

Dabei helfen verschiedene internationale Organisationen wie die WHO, aber auch viele kleine wie Lions und Uganda Health and Eye Care Association (UHECA); letztere besonders auf dem Gebiet der Augenheilkunde und der Augenoptik.

Diese Maßnahmen werden von der Regierung voll unterstützt und sollen den ca. 50 % Sehschwachen helfen, Brechungsfehler zu beheben. Dadurch kann diese Gruppe in die Arbeitswelt integriert werden.

Für die medizinische Seite wurde vereinbart, dass die Augenklinik Ahaus ugandische Augenärzte in modernen Operationstechniken, speziell auf dem Gebiet der Kataraktchirurgie (Grauer Star), trainiert.

Wie schon in Äthiopien im vergangenen Jahr, wird Dr. Gerl auch dieses Jahr, die von dem deutschen Augenarzt Dr. Hennig in Nepal erfundene Fish-Hook-Technik als ein für die dritte Welt sehr geeignetes OP-Verfahren, theoretisch und praktisch vorführen und den Kollegen bei Eingriffen assistieren.

Neben diesen verbesserten Standardverfahren, sollen auch High-Tech-Operationen, wie die in Europa bei Grauem Star übliche Phakoemulsifikation, gezeigt und trainiert werden.

Die Augenklinik Masaka, die vor Jahren von den Lions Norwegen aufgebaut und 1996 dem Staat Uganda übergeben wurde, wird neues Ausbildungszentrum. Die Augenklinik Ahaus und die UHECA werden die technische Ausrüstung spenden und im Herbst mit einem sechsköpfigen Team den ersten Ausbildungseinsatz leisten.

Das ugandische Gesundheitsministerium wird für Personal und dafür sorgen, dass pro Einsatz jeweils 4 OP-Teams für das Training freigestellt werden. Nach Ausbau der Klinik Masaka zum Ausbildungszentrum soll sie ständig mit einem operativ tätigen Facharzt für Augenheilkunde besetzt werden.

Das ostafrikanische Land Uganda ist mit 34 Millionen Einwohnern so groß wie die ehemalige Bundesrepublik Deutschland. Nach dem Bürgerkrieg unter dem Diktator Idi Amin, ist das jetzige Parlamentssystem nicht nur wirtschaftlich aufstrebend. Die stabile Regierung unter Präsident Museveni sorgt seit 25 Jahren für Frieden, ökonomischen Aufschwung und auch für eine verbesserte medizinische Versorgung.

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