ELT-Laser erleichtert Glaukom Patienten den Alltag

Dauerhafte Augeninnendrucksenkung mit kleinem Risiko

Die Augenklinik Ahaus führt seit November 2018 die risikoarme Laserbehandlung ELT (Excimer-Laser-Trabekulotomie) zur dauerhaften Augeninnendrucksenkung bei Grünem Star (Glaukom) durch.

Für erkrankte Patienten kann dadurch die Anzahl der täglichen Tropfen reduziert werden. Im Idealfall benötigt der Patient keine Augentropfen mehr. Dies ist besonders für ältere Menschen eine große Entlastung. Sind diese zudem am Grauen Star erkrankt, kann die ELT in einer Operation mit dem Austausch der Linse durchgeführt werden. Einziger Nachteil – bisher zahlen die Krankenkassen den Eingriff nicht. Patientin Adele T. kann das nicht verstehen: „Ich habe die Kosten eingereicht und eine Ablehnung erhalten. Jetzt lege ich Beschwerde ein und hoffe auf ein Einsehen der Krankenkasse“. Dr. med. (Univ. Bud.) Matthias Gerl, Leiter der Augenklinik Ahaus, ergänzt: “Fast 20 Prozent unser Katarakt Patienten sind gleichzeitig an einem Glaukom erkrankt. Hier können wir nun in einer Operation helfen. Frau T. kam mit Gesichtsfelddefekten zu uns und wäre ohne Behandlung erblindet. Eine große Glaukom-Operation war in diesem Stadium zu risikoreich. Zuerst haben wir die Patientin mit drei verschiedenen Tropfwirkstoffen behandelt und konnten so den Druck von 30 auf 23 senken. Jetzt, nach der ELT-Behandlung, liegt der Druck bei 18 und sie benötigt keine Tropfen mehr. Dieses schonende Verfahren war für Frau T. optimal, da wir dieses gleichzeitig mit einer Grauen Star Operation kombinieren und unnötige Operationsrisiken vermeiden konnten.

Warum ist ein Glaukom so gefährlich?

Der Grüne Star (Glaukom) zählt zu den drei häufigsten Erkrankungen, die zur Erblindung führen und wird, da er schleichend und schmerzlos verläuft, vom Betroffenen nicht wahrgenommen. Erst wenn 80 % der Nervenfasern degeneriert sind, kann der Patient Gesichtsfelddefekte wahrnehmen. Diese sind irreversibel. Beim Glaukom besteht ein Ungleichgewicht zur Kammerwasserproduktion und dessen Abfluss. Durch einen gestörten Kammerwasserabfluss steigt der Augeninnendruck an. Dieser schädigt die Nervenfasern des Sehnervs. Das Ziel der Therapie besteht darin, dieses Ungleichgewicht wieder ins Lot zu bringen und den Augeninnendruck zu senken. Dies kann konservativ mit Augentropfen oder durch verschiedene operative Eingriffe erfolgen.

Wie funktioniert die ELT?

Das minimal-invasive Verfahren ELT (Excimer-Laser-Trabekulotomie) wird seit November 2018 vom Ärzteteam der Augenklinik Ahaus als eine weitere operative Möglichkeit zur Augendrucksenkung durchgeführt. Unter dem Mikroskop werden mithilfe eines Spiegelglases bis zu zehn Laserherde in den Kammerwinkel appliziert. Der Teil des Augenkammerwinkels, der für den Hauptabfluss des Kammerwassers zuständig ist, auch Trabekelwerk genannt, besteht aus lockerem Gewebe, das unter dem Mikroskop betrachtet, wie ein Schwamm aussieht. Hier liegt in den meisten Fällen des Glaukoms die Abflussstörung vor. In dieses empfindliche Gewebe werden durch die Laserherde minimale Löcher geschaffen, die dann wie ein Stent das Kammerwasser wieder abfließen lassen. Der Eingriff dauert nur wenige Minuten und kann unter lokaler Betäubung durchgeführt werden. Wer sowohl von einem Grauen Star (Katarakt) als auch von einem Grünen Star gleichzeitig betroffen ist, kann beides in einer kombinierten Operation behandeln lassen. Beim kombinierten Eingriff wird zunächst die Katarakt-Operation durchgeführt und anschließend der Grüne Star behandelt. Wissenschaftliche Studien haben die langfristige Wirksamkeit sowohl in alleiniger Anwendung, als auch in Kombination mit der Operation des Grauen Stars belegt. Für eine persönliche Beratung finden Interessierte alle Kontaktdaten unter www.augenklinik.de. Dort stehen auch die Termine zu den Themenabenden, die von der Augenklinik Ahaus dazu angeboten werden.

zurück
nach oben

Um unsere Webseite für Sie optimal zu gestalten und fortlaufend verbessern zu können, verwenden wir Cookies. Durch die weitere Nutzung der Webseite stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu. Mehr erfahren Sie unter Datenschutz.

Informationen zum Corona-Virus

Sehr geehrter Patient, sehr geehrte Patientin,
unsere Aufgabe als Gesundheitsdienstleister ist es, die Versorgung unserer Patienten sicherzustellen und dafür Sorge zu tragen, dass wir weiterhin umfänglich für Sie da sein können. Zur Verhinderung einer Virusausbreitung setzen wir spezielle Maßnahmen um, die mögliche Infektionsketten unterbrechen. Wir nehmen diese Aufgabe sehr ernst und beachten hierzu alle Handlungsempfehlungen des Robert-Koch-Instituts im Sinne einer erweiterten Hygiene zum Schutz vor dem Virus.

mehr lesen