200 Patienten können wieder sehen

Zum dritten Mal war das Operationsteam unter der Leitung von Dr. Ralf Gerl im Juli für 14 Tage in Kasana/Uganda. Über 200 Patienten konnten erfolgreich operiert werden.

Uganda-Team mit Patienten
Ugana-Team mit erfolgreich operierten Patienten vom Vortag.
Modern eingerichteter OP

Augenärzte Dr. Gerl und Kollegen operierten wieder in Uganda

Die ehrenamtlich betriebene Augenklinik liegt 60 Kilometer von der Hauptstadt Kampala entfernt. Unterstützt wurde er durch seine Arztkollegen Dr. Abraham Mayer aus Rheine, Dr. Norbert Koeller aus Herford sowie seinem Sohn Matthias Gerl. Mit dabei waren außerdem drei Operationsschwestern und zwei medizinisch-technische Assistenten.

19 operierende Augenärzte für 35 Mio. Einwohner

Uganda ist einer der Staaten in Afrika, dessen erblindete Bürger dringend auf medizinische Hilfe angewiesen sind. Für 35 Millionen Einwohner gibt es 19 operierende Augenärzte. Die unglaublich intensive Sonnenstrahlung schädigt die Linse viel früher, als dies in Europa der Fall ist. Zunehmend jüngere Menschen erkranken deshalb am Grauen Star. Schützende Sonnenbrillen sind in dem armen Land bereits ein Luxus.

Die Ankunft der Mediziner war im Radio angekündigt worden. „Die meisten Patienten kamen aus einem Umkreis von 150 Kilometern“, berichtet Gerl. „Wir hatten aber auch einen katholischen Priester, der 14 erblindete Mitglieder seiner Gemeinde über 450 Kilometer auf der Pritsche eines Pick-up gefahren hat.“

Jeden Morgen warteten über 200 Hilfesuchende an der Klinik. Sie wurden registriert, untersucht und beraten. Eine Vorauswahl der Patienten übernahmen einheimische Helfer, OCO (Ophthalmologic Clinic Officers) genannt. Es folgte die Untersuchung durch Gerl und seinen Kollegen – unterstützt von Dolmetschern – und anschließend die Operation. Die Mehrzahl der Patienten war einseitig oder auch schon beidseitig erblindet.

„Der OP-Raum, der jeweils für ein paar Wochen pro Jahr genutzt wird, war eingestaubt und musste über Stunden gereinigt werden“, verdeutlicht Gerl die schwierige hygienische Situation. Viele Patienten wurden zunächst einseitig operiert, um im Fall einer Komplikation nicht beide Augen zu gefährden. Sie hoffen, dass sie im nächsten Jahr für die Operation am zweiten Auge wieder kommen können. Nur in einigen Fällen wurden auch beide Augen operiert.

Herzlichkeiten, die das Team beeindruckten

„Die Patienten waren unglaublich dankbar“, erinnert sich auch der Herforder Augenarzt Koeller, der zum ersten Mal mit dabei war, gerne an den anstrengenden Einsatz. Einige hätten getanzt, Früchte gebracht oder sogar eine Palette mit Eiern und zwölf Gläser Honig gebracht - Herzlichkeiten, die das Team beeindruckten, das jetzt bereits einen weiteren Einsatz im März und Sommer 2015 plant.

Finanziert wurde die Hilfe ehrenamtlich - das Team trug seine Kosten selbst. Das medizinische Material wurde von der Augenklinik und Sponsoren gestellt. Gerl hofft weitere Kollegen zu finden, die bereit sind, sich ehrenamtlich zu engagieren.

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