Das Hagelkorn stellt eine Schwellung unter der Haut des Lids dar. Diese entsteht durch einen Sekretstau innerhalb einer Meibomdrüse, die sich in der Faserplatte des Lides (Tarsus) befindet. Kann das Sekret sich über einen längeren Zeitraum nicht entleeren, so kapselt der Körper diesen Inhalt ab. Teilweise bewirkt auch das aufgeweitete Drüsen-Gewebe, das sich das Sekret nicht entleeren kann. Der Befund ist grundsätzlich harmlos. Man könnte das Hagelkorn belassen, aber oftmals wird eine Entfernung gewünscht, da es zur kosmetischen Beeinträchtigung des Patienten kommt.

Welche Symptome deuten auf ein Chalazion (Hagelkorn) hin?

Der Patient fühlt sich häufig von dem kosmetischen Erscheinungsbild gestört. In ausgeprägten Fällen können tief sitzende Hagelkörner zu Veränderung der Brechkraft führen, vor allem wenn sie im Oberlid sitzen (Zunahme eines Astigmatismus). Bricht ein Hagelkorn durch die dem Augapfel anliegende Bindehaut durch, können Irritationen der Hornhaut entstehen, wenn der fest gewordene Inhalt des Hagelkorns auf der Oberfläche scheuert.

Wie stellt der Arzt die Diagnose bei einem Hagelkorn?

Der Augenarzt tastet eine schmerzlose, gut abgrenzbare Schwellung, welche offenbar mit der Faserplatte (Tarsus) verbunden ist. Im Frühstadium lässt sich manchmal noch Sekret mit leichtem Druck auf das betroffene Lidareal herausdrücken. Dieses sollte jedoch keinesfalls der Patient selbst vor dem Spiegel zu Hause versuchen.

Welche Therapie oder Operation erfolgt bei einem Hagelkorn?

Innerhalb der ersten vier Wochen kann versucht werden mithilfe von antibiotischen und anti entzündlichen Augentropfen oder Salben eine Abschwellung der verdickten Wände der Ausführungsgänge zu bewirken, damit das Sekret abfließen kann. Gelingt dies nicht, so kann ein chirurgischer Eingriff durchgeführt werden. Dabei wird das betroffene Lidareal geöffnet und der Inhalt des Hagelkorns wird herausgenommen. Die Operation wird in Lokalbetäubung ausgeführt und dauert ca. 15 Minuten. Der Inhalt des Hagelkorns sollte stets in die Pathologie geschickt werden, da in seltenen Fällen auch ein maligner Tumor dem Aspekt des Hagelkorns ähnelt.

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