Augenoperationen jetzt auch in Greven

Auf kurze Distanz

Hermann Pähler hat Augenprobleme. Bisher fuhr er deshalb oft zur Behandlung nach Ahaus. Aber jetzt kann Grauer Star und Makuladegeneration auch in Greven behandelt werden. (Von Günter Benning, Grevener Zeitung)

Greven. Hermann Pähler (71) leidet an einer Makuladegeneration. Eine Erkrankung der Netzhaut. Der ehemalige Tischler aus Nordwalde sieht nicht mehr scharf, die Krankheit kann bis zur Erblindung führen. „Autofahren“, sagt er, „kann ich damit nicht.“

Für die Behandlung fuhr Pähler bisher nach Ahaus. Am Steuer seine Frau Richarda (67). Sie freut sich daher am meisten darüber, dass Augenoperationen jetzt auch in Greven möglich sind: „Das gefällt mir sehr gut.“

Die Nordwalder fahren jetzt mehrmals im Monat zur Augentagesklinik in der Rathauspassage. Einmal bekommt Hermann Pähler eine Spritze, zweimal wird das Ergebnis kontrolliert. Dafür haben sie in der Vergangenheit eine Menge an Kilometern zusammengefahren. „Und die Versicherung“, sagt Richarda Pähler, „hat unsere Anfahrten nicht gezahlt.“

Seit Mai 2016 gibt es die Augentagesklinik Greven. Dr. Klaus Neuhaus, der seit über 30 Jahren als Augenarzt in der Emsstadt tätig ist, freut sich: „Die Augenärzte Gerl, Kretz & Kollegen bieten in Greven wohnortnahe Augenoperationen an.“ Die Tagesklinik gehört zu deren Klinik-Reich, das in Ahaus gegründet wurde und mittlerweile an acht Standorten in der Region tätig ist.

Dass es gleichwohl relativ lange gedauert habe, bis die Erlaubnis für Augen-Operationen in Greven vorlag, erklärt Verwaltungsleiter Marcus Fedder mit der langwierigen Genehmigungspraxis. „Die Eröffnung des neuen Operationszentrums bedeutete einige logistische und organisatorische Aufgaben. Diese sind nun gelöst“, sagt Dr. med. (Univ. Bud.) Matthias Gerl, Geschäftspartner von Dr. med. Kretz (FEBO).

Jetzt operiere man an einem Tag in der Woche, rund 20 OPs kommen zusammen. Bereits jetzt ist aber ein Ausbau der operativen Kapazitäten vorgesehen.

Als erste Patientin operierte der geschäftsführende Gesellschafter Dr. med. Florian Kretz (FEBO) die 71-jährige Roswitha Kempka. Ihre fortschreitende Linsentrübung, der Graue Star, hatte die Operation notwendig gemacht. Mit modernen Techniken wurden die natürlichen Linsen entnommen und über einen minimalen Eingriff durch Kunstlinsen ersetzt. Auch für die Patientin fiel eine längere Anfahrt weg. Vor allem für Patienten mit chronischen Augenerkrankungen seien kurze Fahrzeiten wichtig.

Zum Beispiel für Hermann Pähler: Krankheiten wie die altersbedingte Makuladegeneration erfordern neben regelmäßigen Routinenuntersuchungen auch mehrere Operationen. Im ersten Jahr nach der Diagnosestellung kommen hier durchschnittlich sieben operative Eingriffe und 16 Kontrolluntersuchungen zusammen.

„In der Augentagesklinik Greven können wir jetzt die Patienten mit dem gleichen Standard versorgen wie unser Mutterhaus, die Augenklinik Ahaus“, erklärt der Verwaltungsleiter. Als frisch mit neuer Technik ausgestatteter Standort biete die Augentagesklinik Diagnose und Operationen nach aktuellem Stand der Forschung und Wissenschaft.

Eines hebt Dr. med. Kretz (FEBO) zusätzlich hervor: „Die Augentagesklinik ist im Bereich Krankenhaushygiene ein Pilotprojekt im Münsterland. Wir reduzieren hier das Infektionsrisiko, indem wir erstmals soweit möglich die eingesetzten Materialien als Einmalprodukte verwenden.“

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