Älteste Patientin in der Augenklinik Rheine

Maria Teigeler hat sich im stolzen Alter von 101 den erfahrenen Händen von Dr. Ralf Gerl anvertraut.

Älteste Patientin - Maria Teigeler
Älteste Patientin - Maria Teigeler

Mit Spannung erwartete Maria Teigeler den ersten Kontrolltermin nach der Operation am Grauen Star. Im stolzen Alter von 101 hat sich die rüstige Rentnerin den erfahrenen Händen von Dr. Ralf Gerl, dem ärztlichen Direktor der Augenklinik Rheine, anvertraut.

Rheine. „Dr. Gerl hat mir keine Wunder versprochen, aber erklärt, dass noch etwas zu machen wäre“, beschreibt Teigeler ihren Entschluss zur Operation. Die Entscheidung wollte gut überlegt sein, war sie doch 20 oder mehr Jahre nicht mehr beim Augenarzt gewesen.

„Nachdem mir eine Rheiner Augenärztin damals ganz platt auf den Kopf eine kommende Erblindung wegen einer Netzhautablösung prognostizierte, habe ich mich einfach geweigert, je wieder zum Augenarzt zu gehen. Zum Glück hat sie nicht rechtbehalten, erinnert sich Teigeler erleichtert. Ihr Sohn Werner brachte dann die Idee einer möglichen Operation vom  Besuch eines Themenabends über den Grauen Star in der Augenklinik Rheine mit nach Hause: “Unser Hausarzt war auch einverstanden. Jede andere Operation müsse er ablehnen, aber gegen eine Operation des Grauen Stars bestünden aus seiner Sicht keine Bedenken“.

Arztbesuche versucht die im Dezember 1913 geborene rüstige Rentnerin möglichst zu vermeiden. Lieber geht sie in Ausstellungen und spielt leidenschaftlich gerne Skat. Mit 10-20% mehr Sicht nach der Operation geht dies alles wieder leichter. „Meine Söhne spielen ab und zu mit mir Karten – soweit sie das noch können. Sie sind ja nun auch nicht mehr die Jüngsten“, schmunzelt sie.

Obwohl die Älteste von fünf Schwestern – nur der Bruder, einziger Junge, war ein Jahr älter – hat sie alle Geschwister um viele Jahre nun schon überlebt. „Ich musste früh Verantwortung für die jüngeren Geschwister übernehmen. Mein Bruder hingegen wurde sehr verwöhnt“, tauchen Erinnerungen auf.

„Während der Kriegs- und Nachkriegszeit bin ich gezwungenermaßen sehr oft bei Wind und Wetter täglich ca. 20 km mit dem Rad zu meiner Arbeitsstelle bei der Sparkasse gefahren“. Nach ihrer Heirat hat sie zwei Kinder großgezogen und freut sich jetzt über die Besuche der drei Enkelkinder mit Anhang. „Die Urenkel lassen noch auf sich warten. Aber vielleicht darf ich das auch noch erleben“, freut sich Teigeler über ihre einigermaßen noch zufriedenstellende Gesundheit.

„Besser Sehen bringt jeden Tag sehr viel zusätzliche Lebensqualität“, erklärt Dr. Gerl seine Motivation beim Alter keine Grenzen zu setzen. In seiner langen Laufbahn hatte er, als die Operation des Grauen Stars noch kein Routineeingriff war, als einziger Arzt in Deutschland den Mut ein Baby am Grauen Star zu operieren.

Inzwischen gehört die Operation des Grauen Stars zu den am häufigsten vorgenommenen Eingriffen in Deutschland. „Eine so muntere und lebenslustige Patientin im stolzen Alter von 101 Jahren zu operieren war für mich eine besondere Ehre“, erzählt Gerl, dessen Schwiegermutter auch 100 Jahre alt geworden ist. „Auch sie war eine leidenschaftliche Kartenspielerin, vielleicht hat das ja miteinander zu tun“, lächelt er.

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