Neuartige Verfahren zur Behandlung des Grauen Stars

Ahaus. Die Augenärzte Gerl, Kretz & Kollegen sind deutschlandweit eines der wenigen Zentren, das zwei neuartige Verfahren zur Behandlung des Grauen Stars anbietet. "Mit der Anschaffung der beiden Innovationen gehen wir wieder einen weiteren Schritt in die Zukunft der Kataraktchirurgie“, sagt dr. med. (Univ. Bud.) Matthias Gerl. Bei den Anwendungen handelt es sich zum einen um den sogenannten Femtosekundenlaser (LensAR), zum anderen um das computergesteuerte Micropulse Verfahren (Zepto), welches Dr. med. Florian Kretz (FEBO) an der Augentagesklinik in Rheine in Europa bisher am häufigsten durchführt.

Gleich zwei neue und sichere Möglichkeiten zur Behandlung des Grauen Stars in den Zentren der Augenärzte Gerl, Kretz & Kollegen.

 

Seit über 10 Jahren Erfahrung mit dem Femtosekundenlaser

Während in der Augenklinik Ahaus der Femtosekundenlaser bereits seit 2008 seinen bahnbrechenden Erfolgskurs startete, wurde nun das Anwendungsgebiet auf die Kataraktchirurgie ausgeweitet. Anders als bei der konventionellen Methode, bei welcher der Chirurg einen kleinen Schnitt durch die Hornhaut setzt, wird mit Hilfe des LensAR-Lasersystems die Linsenkapsel computergesteuert geöffnet und die Linse, nach automatischer Erkennung des Härtegrades, in ein standardisiertes Muster vorgeschnitten. Das Verfahren mit dem Femtosekundenlaser ermöglicht eine höhere Präzision und gilt daher auch als gewebeschonender. Für den Patienten bedeutet dies eine schnellere Wundheilung und eine stabilere Sehleistung.

Des Weiteren lässt sich durch den Einsatz des LensAR-Lasersystems auch eine Korrektur der Hornhautkrümmung vornehmen. „Wir können die Feinkorrektur schon während der Operation durchführen und damit das Risiko für eine mögliche Nachbehandlung weiter reduzieren“, erklärt Dr. med. Florian Kretz (FEBO).

Jedoch hat auch dieses Verfahren seine Grenzen im praktischen Einsatz. Da es sich beim Femtosekundenlaser um ein optisches Verfahren handelt, muss die Hornhaut klar sein. Außerdem sollte ein ausreichend großer Pupillendurchmesser vorhanden sein, da ansonsten der Behandlungsbereich für das Laserlicht nicht ausreicht.

Hier kommt jedoch das zweite Verfahren zum Tagen und zeigt, wie sich die Methoden ergänzen können. Das computergesteuerte Micropuls Verfahren (Zepto) ermöglicht die Öffnung der Linsenhülle (Kapselsack) in standardisierter Größe und sorgt damit für eine hohe Stabilität für den weiteren Operationsverlauf. "Vor allem in schwierigen Fällen, wie bei Vorerkrankungen am Auge oder bei engen Pupillen, lässt sich die Komplikationsrate so weiter senken“, erläutert Dr. med. Florian Kretz (FEBO).

Bei dem Zepto-Verfahren wird ein spezielles Instrument in das Auge eingeführt, das sich an der Linsenoberfläche festsaugt. Über einen elektrischen Mikropuls wird die Linse überall gleichzeitig, quasi über 360 Grad, geöffnet. "Im Gegensatz zum Femtosekundenlaser, der über Perforationen im Micrometerabstand schneidet, hat man hierdurch eine durchgängige Schnittkante mit leicht nach oben gewölbten Rändern“, sagt dr. med. (Univ. Bud.) Matthias Gerl. Er ergänzt weiter: „Hierdurch zeigt sich eine deutlich höhere Stabilität der Öffnung, durch die im Anschluss das mittels Ultraschall zerkleinerte Linsenmaterial abgesaugt und später das Kunstlinsenimplantat eingesetzt werden kann.“

Welches Verfahren für den Patienten letztlich am besten geeignet ist, hängt von dem individuellen Befund des Auges ab. Das Team der Augenärzte Gerl, Kretz & Kollegen bietet Patienten am Standort der Augentagesklinik Rheine diese Möglichkeiten ab sofort an.

Bild 1: dr. med. (Univ. Bud.) Matthias Gerl am Operationsmikroskop. Fotos:
Bild 2: Dr. med. Florian Kretz (FEBO) bereitet einen Patienten für eine Behandlung mit dem Femtosekundenlaser vor.

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