Grüner Star (Glaukom)

Der Grüne Star, auch Glaukom genannt, ist eine Erkrankung des Sehnervens. Ein Risikofaktor ist häufig ein erhöhter Augeninnendruck. Dieser entsteht durch ein Ungleichgewicht zwischen Kammerwasserproduktion und Kammerwasserabfluss.

Der Überdruck im Auge führt zu einem langsam fortschreitenden Absterben der empfindlichen Sehnervenfasern. Das auf der Netzhaut aufgenommene Bild kann dann nur noch unvollständig an das Sehzentrum im Gehirn weitergeleitet werden.

Die Erkrankung kann zu Einschränkungen im Gesichtsfeld, bis hin zur Erblindung führen. Man unterscheidet nach zeitlichem Verlauf und anatomischer Gegebenheit ein chronisches Offenwinkelglaukom von einem akuten Winkelblockglaukom. Aufgrund der Fülle der Glaukomarten möchten wir lediglich auf die häufigsten Formen eingehen.

Wie entsteht ein „Grüner Star“?

Das Auge braucht zur Erhaltung von Form und Sehfunktion einen bestimmten Innendruck, der durch das im Augeninneren befindliche Kammerwasser gewährleistet wird. Im normalen Auge wird dieser Druck durch ein Gleichgewicht erzeugt zwischen produziertem und abfließendem Kammerwasser. Das Kammerwasser, das auch wichtige Nährstoffe für Augenlinse und Hornhaut enthält, wird vom Ziliarkörper produziert und fließt dann von der hinteren in die vordere Augenkammer. Dort strömt es durch ein Maschenwerk (Trabekelwerk) über den Schlemm'schen Kanal in den Blutkreislauf.

Offenwinkelglaukom

Bei einem Offenwinkelglaukom ist der Augenarzt in der Lage mit einem Spiegelglas, welches er auf das Auge des Patienten setzt, den Kammerwinkel einzusehen. Alternativ ermöglichen moderne Diagnostikgeräte dies heutzutage auch ohne direkten Augenkontakt. Im Kammerwinkel wird die Flüssigkeit des Auges abgeführt. Unter normalen Bedingungen steht die Produktion des Kammerwassers mit der des Abflusses im Gleichgewicht. Bei einem Offenwinkelglaukom ist der Abflusswiderstand erhöht, jedoch noch durchlässig.

Engwinkelglaukom

Bei einem Engwinkelglaukom kann mit einem Spiegelglas (Gonioskop), welches der Augenarzt auf das Auge des Patienten setzt, nicht der Kammerwinkel eingesehen werden. Da im Kammerwinkel die Flüssigkeit des Auges abgeleitet wird, steigt der Augeninnendruck an, wenn dieser durch die Regenbogenhaut (Iris) blockiert wird. Kommt es zu einem kompletten Verschluss, steigt der Augeninnendruck massiv an, es entsteht ein akutes Winkelblockglaukom. Ist der Verschluss nicht vollständig und zeitlich begrenzt spricht man von einem intermittierenden Winkelblockglaukom.

Therapieformen - Konservative Tropftherapie

Die am häufigsten angewandte Therapie stellt die konservative Behandlung mit Augentropfen dar. Es stehen aktuell fünf Substanzklassen mit unterschiedlichen Wirkprofilen zur Verfügung.

Wie erleben Menschen, die am Grünen Star erkrankt sind, ihre Umwelt?

Bewegen Sie den Regelschieber mit der Maus nach rechts und beobachten Sie die entstehende Fehlsichtigkeit. Auf dem Foto links erkennen Sie, wie sich die Fehlsichtigkeit auf den Seheindruck auswirken kann.

Themenabende zum Grünen Star

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Referent: Mazen Al Saad

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 Ahaus

Referent: dr. med. (Univ. Bud.) Matthias Gerl

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