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Schloss Darfeld Innenhof DSC 1530 edited - Schloss Darfeld - Augenärzte Gerl & Kollegen

Schloss Darfeld

Das Schloss Darfeld ist seit 1690 im Besitz der Familie Droste zu Vischering und ist - mit kurzer Ausnahme 1942-1963 - deren Wohnhaus. Es war Amtssitz der Drosten für die Ämter Ahaus und Horstmar. Sein heutiges Bild ist durch den Neubau großer Teile durch den Architekten Hermann Schaedtler 1902-1904 geprägt. Der Galeriebau mit den Bogengängen im Innenhof ist sehr verspielt manieristisch gebaut und geht teilweise auf eine Bauzeit von 1614 bis 1618 zurück. Das Schloss ist nur von der nördlich gelegenen Schlossallee aus zu besichtigen.

Schloss Darfeld

Schloss Darfeld ist eng verbunden mit der Familie Droste zu Vischering, die seit mehr als 300 Jahren wohnt. Zwischen 1942 und 1963 war es unter anderem Lazarett und Flüchtlingsunterkunft.
Ein Drost ist ein Verwaltungsbeamter der Fürsten für deren Güter und Ländereien, und diese Funktion war oft erblich. Bei den Drosten zu Vischering geht der Name auf die Übernahme Verwaltung der Burg Vischering zurück, die der Bischof zu Münster Gerhard von der Mark (1220-1272) errichten ließ, um in Lüdinghausen seine landesherrlichen Rechte zu sichern. Die Familie Droste zu Vischering trägt den Namen seit circa 1300, nachdem der Bischof seinem Ministerialen und ihrem Vorfahren Albert III. von Wolfheim (1268–1315) den Auftrag zum Bau und Verwaltung der Burg Vischering übergab. Albert III. war bereits Drost von Dülmen.
Die Droste zu Vischering übernahmen im Laufe der Jahrhunderte verschiedenen Positionen der Verwaltung des Fürstbistums, als Dombursar die Finanzen, als Domscholaster Schulverwaltung, als Domprobst die Verwaltungsleitung und Vertretung nach außen. Von 1559 bis 1802 stellten sie die Amtsdrosten für die Ämter Ahaus und Horstmar. Die Einkünfte der Familie basierten aber vor allem auf erträglichen Erbschaften, Zukäufen und einer geschickten Heiratspolitik. Zu ihren Besitzungen gehörten und gehören teils immer noch beispielsweise Güter und Ländereien in Asbeck, Burlo, Stadtlohn, Kakesbeck in Lüdinghausen, Leer bei Horstmar und der Erbdrostenhof in Münster. 1780 wurde ein Familien-Fideikomiss gebildet, der als eine Art Stiftung das Familieneigentum binden sollte. Er enthielt 5.500 Hektar Land.
Das Schloss Darfeld erwarb 1680 der Dombursar Goswin Droste zu Vischering (1612-1680) endgültig von einem Erben des Fürstbischofs Bernhard von Galen (1606-1678). Der Vorbesitzer, ein Graf von Flodorf, hatte sich mit dem mächtigen Fürstbischof entzweit und anderem einen seiner Boten erschossen. 1690 fiel das Schloss an die Stammlinie Droste zu Vischering, die es zu ihrem Wohnsitz machte.

Schloss Darfeld Sammlung Duncker - Schloss Darfeld - Augenärzte Gerl & Kollegen
So sah das Schloss Darfeld um 1860 aus. Die Kapelle, hier noch im Fachwerkstil, ist danach im neuromaschen Stil ausgebaut worden. Quelle: Sammlung Duncker
Schloss Darfeld

Manieristische Bogengänge und ein neoromanische Kapelle

Betrachtet man das Schloss Darfeld von Norden, fallen sofort die Bogengänge des zentralen Galeriegebäudes auf. Sie gehen auf einen frühbarock-mainieristischen Schlossbau 1612-1618 zurück, der im Streit zwischen Bauherr und damaligen Besitzer des Schlosses Jobst von Vörden und seinem Architekten Gerhard Gröninger (1582-1652) endete. Trotzdem sind die Arkaden auch von Schlossallee sehr sehenswert. Die unteren Säulen sind ionisch und die oberen korinthisch, dort zieren Masken deren Basis. Puttenköpfe zieren die Bögen.

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Ansicht des Galeriegebäudes und der Kapelle. Foto: Andreas Bäumer

Der Architekt und Diözesanbaumeister Hilger Hertel (1831-1890) hat 1873 die Kapelle neoromanisch ausgebaut. Bei beiden Bauten wurde Baumberger Sandstein verwandt. Das Herrenhaus und auch Teile des Galeriegebäudes wurden 1899 durch einen Brand beschädigt. 1902 bis 1902 baute der Architekt Hermann Schaedtler (1957-1931) das Gebäude wieder auf und übernahm Teile des alten Galeriegebäudes. Die schmucken Fenster in der oberen Galerie stammen aus dieser Zeit.

Touristische Informationen

Das Schloss wird bewohnt. Es sind nur Außenbesichtigungen möglich. Parken nur am Sportzentrum. Zugang dann über die Schlossallee.

Parkplatz am Sportzentrum
Sudetenstraße 17
48720 Rosendahl

https://www.schloss-darfeld.de/

Quellen

  • Wikipedia (2022): Wasserschloss Darfeld. URL: https://de.wikipedia.org/wiki/Wasserschloss_Darfeld

  • Eismann, Stefan: Darfeld. EBIDAT- Burgendatenbank. URL: http://www.ms-visucom.de/cgi-bin/ebidat.pl?id=3202

  • Digitale Westfälische Urkunden-Datenbank (DWUD) (2011): Darfeld. URL:
    http://www.westfaelische-geschichte.de/arc69

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