Allgemeine Information

Botulinum ist eine Substanz, die, in sehr geringer Dosierung eingesetzt, die Bewegungsfähigkeit des einzelnen Muskels für bestimmte Zeit aufheben kann. Die Wirkdauer ist dabei abhängig von der Menge und von der Schnelligkeit, mit der die Substanz vom Körper wieder abgebaut wird.

In der Augenheilkunde wird Botulinum schon seit langer Zeit bei Lidkrämpfen (dem sogenannten Blepharospasmus) medizinsch eingesetzt.

Durch den immer höher werdenden Anspruch unserer Gesellschaft, jung und dynamisch zu wirken, findet Botulinum jedoch immer breitere Anwendung in der Behandlung von Falten im Gesichts.
Ein lebendiges Auftreten ist natürlich nicht ausschließlich das Resultat eines faltenarmen Gesichts. Vielmehr spielt eine gesunde Ausstrahlung „von innen heraus“ die vordergründige Rolle für ein jugendliches, waches Erscheinungsbild.

Trotzdem können uns unterbewusst bestimmte Falten, wie beispielsweise eine ausgeprägte Zornesfalte im Stirnbereich, beim ersten Eindruck eines Menschen beeinflussen.
Während manche Menschen Falten als Merkmal der Individualität und Reife ansehen, fühlen sich andere dadurch gestört und möchten diese gerne reduzieren. Die Vorstellungen darüber, was ästhetisch ansprechend ist, definiert jeder Mensch für sich anders und nicht immer können wir diesen Vorstellungen gerecht werden.

Unsere wichtigste Aufgabe ist es, Ihnen in einer umfassenden seriösen Beratung eine klare Vorstellung darüber zu geben, was machbar und sinnvoll ist. Grundlegend für den Therapieerfolg ist ein herausragendes Verständnis über die Anatomie und das Zusammenspiel von Mimik und Muskulatur. Unser Ziel ist die Faltenreduktion mit Erhaltung der Mimik, sodass sich die innere Lebendigkeit immer noch auf ihrem Gesicht widerspiegeln kann.

Der Wirkstoff

Botulinum hemmt die Bewegungsfährigkeit eines Muskels. Die Wirkung tritt nach ca. 24 bis 48 Stunden ein. Die maximale Wirkung ist nach etwa 14 Tagen erreicht und hält für einen Zeitraum bis zu drei Monaten an. Dabei können individuelle Schwankungen durch die körpereigene Abbaugeschwindigkeit sowie durch die eingesetzte Menge auftreten. Bei häufigen Anwendungen können vom Körper Antikörper gegen Botulinum gebildet werden, sodass es zu einem Therapieversagen kommen kann. Daher sollten die Behandlungsintervalle mit Botulinum nicht unter 8 Wochen liegen. 

Nebenwirkungen

Im Allgemeinen ist die Behandlung mit Botulinum komplikationsarm. Selten können jedoch lokal Schmerzen entstehen. Schwellungen und Rötungen bis hin zu Blutungen oder auch Infektionen nahe der Einstichstelle sind möglich. Bei übermäßiger Dosierung können direkt betroffene oder benachbarte Muskeln in ihrer Kontraktionsfähigkeit beeinflusst werden, was einen unerwünschten Effekt auf die Gesamtmimik nach sich ziehen kann. Sehr selten sind Mundtrockenheit oder eine Störung der Fähigkeit zur Naheinstellung beim Auge.

Die unerwünschten Wirkungen auf die Muskulatur durch die Behandlung sind genau wie die erwünschten Wirkungen vollständig reversibel.

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