Diese Form verläuft langsam, betrifft meist beide Augen und stellt die häufigste Form des Glaukoms dar. Die Augeninnendruckwerte liegen über 18 mmHg. 

Risikofaktoren

  •  Erhöhter Augeninnendruck
  •  Alter > 40 Jahre
  •  Diabetes mellitus
  •  Medikamente (Kortison)
  •  Kurzsichtigkeit
  •  Entzündungen im Auge (Uveitis)
  •  Schlaf-Apnoe-Syndrom
  •  Ethnizität (seltener bei weißer Bevölkerung)

Symptome

Das chronische Offenwinkelglaukom verläuft über viele Jahre, ohne dass Beschwerden auftreten. Der Patient kann ohne Einschränkungen sehen, obwohl es zur irreversiblen Schädigung von Nervenzellen kommt. Erst wenn 60 – 80% der Nervenfasern zugrunde gegangen sind, kann der Patient Defekte im Gesichtsfeld wahrnehmen. Wenn diese zunehmen, wird das Sehen bis auf eine kleine zentrale Insel eingeschränkt. Das scharfe zentrale Sehen bleibt zwar lang erhalten, jedoch ist die Orientierung im Raum erschwert. Die Patienten stoßen sich häufig an Gegenständen, welche beim Durchqueren eines Raumes aufgrund des fehlenden Gesichtsfeldes übersehen werden. Die Patienten klagen häufig über starke Blendempfindlichkeit, selbst unter normalen Lichtverhältnissen. Schlussendlich verlieren die Betroffenen auch das zentrale Sehen und erblinden.

Diagnostik

Neben der Erhebung der Krankengeschichte sollte die Messung des Augeninnendrucks und eine Beurteilung des Sehnervens erfolgen. Stellt sich der Sehnerv gesund dar, liegt kein Glaukom vor. Dieses gilt auch, wenn der Augeninnendruck leicht erhöht ist (Okuläre Hypertension). Eine Untersuchung des Kammerwinkels sollte mithilfe eines Kontaktglases erfolgen, um ein Offenwinkelglaukom von einem Engwinkelglaukom zu unterscheiden.

Liegen Auffälligkeiten vor, (ein geschädigter Sehnerv), oder Risikofaktoren wie oben erwähnt vor, dann empfehlen wir eine erweiterte Abklärung der anatomischen Gegebenheiten, um das Glaukomrisiko detailierter bewerten zu können.

Zusätzliche Informationen erhalten wir aus der Messung der Hornhautdicke (Pachymetrie), aus der Vermessung des Randsaumes (HRT / OCT) und aus der Messung der Nervenfaserdicke (Gdx / OCT). Zur Verlaufskontrolle empfiehlt sich eine Fotodokumentation (Optomap) des Sehnervens anzulegen, da die vom Untersucher beschriebene Anatomie des Sehnervens subjektiv verzerrt sein kann.

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