Fragen und Antworten zum Grauen Star
Welche Sehleistung kann ich nach der Operation erwarten?
Obwohl einige Patienten schon in den ersten Tagen nach der Operation eine Sehverbesserung bemerken, ist eine deutliche Besserung erst in den ersten ein bis zwei Wochen nach der Operation zu erwarten, wobei Verschwommen- oder Doppeltsehen als normale Erscheinungen während der Heilphase auftreten können. Die endgültige Sehleistung ist selbstverständlich auch von zusätzlichen Augenkrankheiten abhängig, die nicht durch eine Staroperation beeinflusst werden können.
Kann bei einem linsenlosen Auge nachträglich eine Kunstlinse eingesetzt werden?
Ja, auch bei Patienten, die früher ohne Kunstlinsenimplantationen am Grauen Star operiert wurden und anschließend Kontaktlinsen oder eine Starbrille getragen haben, kann nachträglich eine Kunstlinse in das Auge eingesetzt werden. Hierfür gibt es Spezial-Linsen.
Bin ich nicht zu alt für eine Operation?
Nein! Eine Staroperation kann in jedem Alter durchgeführt werden.
Wie muss ich mich nach der Operation verhalten?
Da Sie vor der Operation beruhigende Medikamente erhalten haben, sollten Sie nach der Operation nur in Begleitung den Heimweg antreten. Zuhause können Sie Fernsehen, leichte Arbeiten und kurze Spaziergänge ohne Bedenken schon nach der Operation vornehmen. In den nächsten Tagen dürfen durchaus die Haare bereits gewaschen werden. Langes Lesen, Reiben oder Drücken am Auge sollten unbedingt vermieden werden. Eigenes Autofahren muss Ihnen nach Untersuchung der Augenarzt erst erlauben.
Gibt es unterschiedliche Kunstlinsen?
Ja, neben falt- oder rollbaren Acryl-, Silikon- oder Hydrogel-Linsen werden selten auch nicht verformbare Linsen aus dem Kunststoff PMMA eingesetzt. Außerdem stehen Sonderlinsen wie Blaufilterlinsen, asphärische, torische und heparinmodifizierte Linsen für spezielle Indikationen zur Verfügung. Ihr Augenarzt berät Sie gern. Es werden weitere Sonderlinsen angeboten, mit denen sowohl in der Ferne als auch im Leseabstand gut gesehen werden kann, sog. Multifocallinsen. Je nach Augenbefund wird selbstverständlich für jeden Patienten der vorteilhafteste Linsentyp ausgewählt.
Erhält jeder Patient die gleiche Linse?
Nein. Jedes Auge ist individuell gebaut. Aus diesem Grund werden die Hornhautradien, die Tiefe der vorderen Augenkammer sowie echographisch die Gesamtlänge des Augapfels mit Ultraschall gemessen. Mittels eines Computers wird aus diesen Messergebnissen die Brechkraft der geplanten Linse individuell berechnet. Manche Sonderlinsen erstatten gesetzliche Krankenkassen nicht. Es muss dann die Operation des grauen Stars selbst bezahlt werden. 7. Wird das Auge die künstliche Linse vertragen? Künstliche Linsen sind aus sehr gut verträglichen Kunststoffen (PMMA, Silikon, Acryl) gefertigt, von denen lebenslang keine Abstoßungsreaktionen zu erwarten sind.





